






Das heutige Haus II. des Marie-Curie-Gymnasiums wurde 1914-16 errichtet und
1918 als Lyzeum eingeweiht.
Wie das benachbarte Rathaus erhielt der Schulneubau eine Tuff- und Sandsteinfassade
für die Ewigkeit. Auch Granitquader eines wenige Jahre zuvor abgebrochenen
Pfeilers der Elbbrücke verarbeitete man. 1991-96 wurde das Gebäude
gründlich saniert und mit einer modernen Schuleinrichtung ausgestattet.
So provisorisch die Wittenberger Stadtverwaltung in den vergangenen Jahrhunderten
in wechselnden Gebäuden der Altstadt untergebracht gewesen war, so großmächtig
fiel der Neubau des Rathauses aus, den der Magistrat noch 1914 in Betrieb nehmen
konnte. Die Einweihung fand am 25. und 26. Juni statt, vier Wochen vor dem Beginn
des I. Weltkrieges.
Der Rathausturm ist über 50 Meter hoch, und auch sonst drückt der
von Stadtbaurat Bruns begonnene und vom Architekten Mußfeldt vollendete
Bau das große Selbstbewußtsein und die Erwartungen an das weitere
Wachstum der Stadt aus. Die Verwendung von kostbarem Sandstein für schmückende
Fassadenteile spricht für diesen Optimismus ebenso wie die aufwendige Innenausstattung.
Das Rathaus wurde in den letzten Jahren sorgfältig restauriert.
An der Nordseite des Elmshorner Platz steht ein Beispiel für eine besonders
gelungene Sanierung. Das Gebäude Elmshorner Platz 2 zeigt, wie sich ursprüngliche
Schönheit neu beleben läßt. Neben der nach altem Vorbild farbig
gestalteten Fassade mit erhaltenen Fenstern und Balkongeländern trägt
vor allem der Vorgarten mit seiner traditionellen Einfriedung zum erfreulichen
Gesamteindruck bei.
In der Rudolf-Breitscheid-Straße stehen Gebäude aus den ersten beiden
Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts teils sorgfältig restauriert und
modernisiert, teils in sanierungsbedürftigem Zustand.
Die Hausnummer 17 fällt durch das Dachmaterial ihres Erkers auf. Es ist
geprägtes Kupferblech, ein seinerzeit moderner Industrie-Baustoff. Durch
die Respektierung solcher Details bei der Sanierung gelingt es, Gebäuden
ein Flair zu geben, das
rundum stimmt.
