






Das Kranhaus gehört seit 1900 zum Bild des Hafens. Auf der Plattform, auf
der man heute Essen und Trinken mit Elbblick genießen kann, drehte sich
früher ein Kran und hob aus den Schiffen, die hier anlegten, Waren für
das traditionsreiche Wittenberger Handelshaus Hofmann & Roemer.
Der denkmalgeschützte Bau mitten auf dem Elbdeich war seit 1968 außer
Betrieb und in einem schlimmen Bauzustand. Die denkmalgerechte Sanierung 1998-99
hat ihn zu einem der interessantesten Plätze in Wittenberge werden lassen.
Die Ergänzung zum Kranhaus bildete seit jeher der Elbspeicher. Das Lagergebäude
der 1836 gegründeten Spedition, Schiffsagentur und Großhandelsfirma
Hofman & Roemer fristete zuletzt ein Dasein als Papierlager. Seit 1999 profitiert
der solide Backsteinbau wieder von seiner Lage am Strom: Eigentumswohnungen
mit Elbblick sind hier entstanden.
Seit 1823 wuchs Stück für Stück die Häusergruppe Elbstrasse
2/3. Als Schifferlokal lag sie genau an der richtigen Stelle, um vom Boom des
Hafens zu profitieren, und mit dem Florieren des Geschäfts entstand Bedarf
für vielfache An- und Umbauten. 180 Jahre später findet sich auf dem
Anwesen keine Restauration mehr. Aber auch als reines Wohnhaus gibt die Elbstraße
2/3 ein Beispiel dafür, wie sich ein altes Gebäude in seinem Inneren
durch kreatives Weiterbauen immer wieder den aktuellen Bedürfnissen seiner
Bewohner anpassen kann.
Das große Fachwerkhaus Elbstrasse 1 mußte lange Zeit das Schicksal
vieler Altstadthäuser teilen: Es stand leer. Seine Bausubstanz ist davon
nicht besser geworden. Mit der umfassenden
Instandsetzung konnte erst im Sommer 1995 begonnen werden. Seit seiner Fertigstellung
im Frühjahr 1997 bietet der Bau aus dem Jahr 1860 sechs Wohnparteien Platz
und ist ein erfreulicher Blickpunkt an der Elbe.
